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Störungen bei IP Verbindungen können mit folgenden Maßnahmen behoben werden:
| • | Erhöhung der Audio Verzögerung auf der Dekoderseite |
| • | Anpassung der Transferrate und des Duplex-Modus |
| • | Konfiguration ToS (= Type of Service) |
| • | Anpassung der IP-Paketgrösse |
1. Erhöhung der Audioverzögerung auf der Dekoderseite
Auf der Empfangsseite kann eine zusätzliche Audioverzögerung im Menüpunkt Einstellungen/Netzwerk in Millisekunden-Schritten eingestellt werden. Der Wert ist im Auslieferungszustand 0 ms (d.h. keine zusätzliche Audioverzögerung), kann aber bis auf 5000 ms erhöht werden. Bei zusätzlicher Audioverzögerung wird der Datenstrom vor der Decodierung zwischengespeichert. Somit lassen sich z.B. Verzerrungen und Audiostörungen, die durch Jitter verursacht worden sind, ausgleichen.
Grundsätzlich gilt, dass die Übertragung durch grössere Audioverzögerung sicher wird. Dies wird aber auf Kosten grösserer Latenzzeiten erkauft.
2. Anpassung der Transferrate und des Duplex-Modus
Manche Unterbrechungen und Störungen bei IP Audioübertragung sind bedingt durch fehlerhaftes Erkennen der Transferate und des Duplex-Modus durch Netzwerk Gerätschaften (z.B. Switches, Hubs, Router). In diesem Fall sollten diese Parameter beim nicht auf ‚auto’ stehen, sondern denen des Equipments angepasst werden. Dies kann im Menüpunkt Einstellungen/Netzwerk vorgenommen werden.
Beispiel:
Bei manchen Switches ist es sinnvoll folgende Werte einzustellen:
| • | Transferrate: 100 Mbit/s |
3. Konfiguration ToS
Der unterstützt die Priorisierung von Daten mit Hilfe von ToS (= Type of Service). Weitere Informationen zum Thema ToS und seiner Anwendung im findet man in der englischen Application Note 20 auf der Mayah Homepage (www.mayah.com/content/download/pdfs/appnotes/centauri/a_n_e_020.pdf).
4. Anpassung der IP Paketgrösse
Manche Unterbrechungen und Störungen bei IP Audioübertragung sind einfach durch eine zu geringe Kapazität der IP-Übertragungsstrecke bedingt. Dabei sollte bedacht werden, dass durch die diversen Protokolle die wirklich benötigte Bitrate (=Brutto-Bitrate) grösser ist als die eingestellte Bitrate beim Enkoder (=Netto-Bitrate). Bei reinen UDP-Übertragungen ist der IP-Overhead konstant und kann daher genau berechnet werden. Mehr Informationen darüber findet man im Kapitel Gegenüberstellung Netto/Brutto Bitrate (IP Overhead).
Allgemein gilt, dass je grösser die Paketgrösse desto kleiner der IP-Overhead. Dabei gilt aber folgende Einschränkung:
Wenn die Nutzdaten (Payload) und die Protokolldaten (IP_Overhead) grösser sind als die maximale erlaubte Paketgrösse der Netzwerkkarte (z.B. 1.514 Bytes bei der elektrischen Netzwerkarte des ), dann wird der Rest der Daten in ein neues Paket geschrieben. Dies bedeutet in der Regel einen starken Anstieg des IP-Overheads.
Deshalb ermöglicht es der , den ‚IP Packetsizemode’ sowohl auf variable als auch auf fix einzustellen.
4.1 IP Paket Modus
Der IP Paket Modus kann über den Menüpunkt Einstellungen/Netzwerk konfiguriert werden, vorausgesetzt der hat die System Version 2.2.0.0 (oder höher) implementiert.
| • | Variable (Wert im Auslieferungszustand)
Hierbei werden die Audionutzdaten (Payload) auf den nächsten ganzen MPEG-Frame bzw. auf den nächsten Audioblock gerundet.
Vorteil:
Jedes Paket hat nur ganze MPEG-Frames bzw. ganze Audioblöcke.
Nachteil:
Bei Algorithmen mit variabler Framelänge (z.B. AAC) kann die maximal mögliche Paketgrösse überschritten werden und dadurch der IP-Oberhead stark ansteigen. |
| • | Fixed
Hierbei haben die Nutzdaten jedes Paketes genau die Grösse wie der Wert Paketgrösse eingestellt im Menüpunkt Einstellungen/Netzwerk (d.h. die Pakete werden nicht auf volle MPEG-Frames oder Audioblöcke gerundet).
Vorteil:
Selbst bei Algorithmen mit variablen Frames wie AAC ist die Paketlänge immer gleich lang und es besteht nicht die Gefahr, dass die maximal erlaubte Paketlänge überschritten wird.
Nachteil:
Pakete können nicht vollständige Audioframes bzw. Audioblöcke enthalten, was ein Problem beim Verlust von Paketen darstellen kann. |
| • | Sync.
Gleiches Verhalten wie bei der Einstellung fixed aber die Pakete werden immer im gleichen zeitlichen Abstand versendet.
Vorteil:
Gleicher Vorteil wie bei fixed und zusätzlich bessere Anpassung an Netzwerk-Equipment, welches Pakete immer im selben zeitlichen Abstand erwartet.
Nachteil:
Gleicher Nachteil wie bei der Einstellung fixed. |
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