SIP Verbindungen

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Seit der Codec_Name_Arial12_001 System Version 3.2.0.78 wird SIP unterstützt.

 

1. Allgemein

SIP steht für Session Initiation Protocol und wurde von der IETF (Internet Engineering Task Force) entwickelt. Eine genaue Beschreibung findet sich unter der RFC 3261 (www.ietf.org/rfc/rfc3261.txt).

Grundsätzlich wird SIP verwendet, um Multimedia-IP-Sitzungen aufzubauen, zu beenden oder zu verändern. Daher kommt SIP häufig bei VoIP und Internet Telefonie zum Einsatz.

Ähnlich wie HTTP und SMTP (E-mail) ist SIP ein Client-Server-Protokoll. Dabei sind die Anfragen und Antworten lesbare Klartextmeldungen, die Informationen über die Sitzung enthalten. Die dabei verwendeten SIP-Adressen sind ähnlich aufgebaut wie E-mail Adressen z.B. sip:centauri3000@mayah.com.

 

Die dank Internet-Telefonie und UMTS stetig wachsende Akzeptanz von SIP gewährleistet ein ständiges Wachstum der notwendigen Infrastruktur. SIP unterstützt dabei das Aushandeln der benötigten Bandbreite. Bandbreiten-Reservierung ist aber notwendig für eine gute Qualität bei Internet Telefonie. Dadurch werden Internet Provider angehalten, Mechanismen zur Bandbreiten-Reservierung in Ihren Netzen zur Verfügung zu stellen. Bandbreiten-Reservierung ist aber meist der kritische Punkt bei professionellen Audioübertragungen über IP.

Darüber hinaus ist SIP Teil des “Next Generation Network (NGN)”, das vom European Telecommunications Standards Institute (ETSI) definiert wurde und angedacht ist, ISDN zu ersetzen, falls dieses in vielen Ländern abgeschaltet wird.

 

2. Funktionsweise von SIP

 

2.1 Anwendungsbeispiel

 

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Das obere Bild zeigt ein mögliches SIP Szenario. Wahrend der Centauri A an einen festen Standort mit fester IP Adresse angeschlossen ist (z.B. Schaltraum), befindet sich der Centauri B in einem Ü-Wagen d.h. seine IP-Adresse ist dem Centauri A unbekannt und daher ist eine direkte IP/RTP von Centauri A zu Centauri B ersteinmal nicht möglich.

Um eine IP-Verbindung mit Hilfe von SIP aufzubauen, muss sich der Centauri B zuerst beim Registration-Server anmelden. Solch ein Registration-Server befindet sich gewöhnlich beim (Internet) Service Provider, es sind aber auch Inhouse-Lösungen möglich.

Durch diese Anmeldung wird die IP-Adresse auf eine SIP-Adresse abgebildet z.B. centauriB@mayah.com).

Jetzt kann der Centauri A sich mit Hilfe der SIP-Adresse auf den Centauri B verbinden. Dabei kontaktiert der Centauri A zuerst den ‚Location-Server’, der die SIP-Adresse auf die aktuelle IP-Adresse des Centauri B abbildet und umleitet. Danach kann eine dirkte IP-Verbindung zwischen dem Centauri A und B aufgebaut werden (weitere Details sind im Punkt 2.2.2 beschrieben).

 

2.2 SIP Verbindungen im Detail

 

2.2.1 Einfache SIP Verbindung

Eine einfache SIP-Verbindung zwischen zwei Endgeräten wird mit Hilfe eines Handshake-Mechanismus aufgebaut.

 

sip006

 

Das obere Bild zeigt dabei einen einfachen Ablaufplan zum Auf- und Abbau der Mediensitzung mit folgenden Schritten (Meldungen):

Endgerät 1 (UA 1) sendet ein ‚Invite’ an Endgerät 2 (UA 2)
UA 2 versucht UA 1 zu finden (100/Trying)
UA 2 zeigt den eingehenden Ruf an (180/Ringing)
UA 2 nimmt den Ruf an (200/OK)
UA 1 bestätigt die Rufannahme (ACK)
Aufbau einer direkten Medienverbindung zwischen UA 1 und UA 2 über IP/RTP

Anmerkung:

Manchmal (z.B. bei automatischer Rufannahme) wird kein ‚Trying’ oder ‚Ringing’ gesendet.

 

An die Meldung 1 und 3 (manchmal auch an 4) werden SDP Dateien angehängt. Die SDP Dateien ermöglichen das Aushandeln der Codierparameter (Algorithmus, Abtastrate, Bitrate, Betriebsmodus) der Mediensitzung. Dieser Mechanismus ist genau festgelegt und sinnvoll bei VoIP Anwendungen, da dort die Anzahl der Codier-Algorithmen beschränkt ist. Bei komplexeren Codier-Algorithmen werden aber noch weitere Verbesserungen notwendig sein.

Eine Sitzung wird mit der Meldung ‚Bye’ beendet, die mit ‚200/OK’ bestätigt wird.

 

2.2.2 Aufbau einer SIP Verbindung über einen Proxy

Das unter Punkt 2.2.2 geschilderte Szenario einer direkten SIP Verbindung zwischen zwei Endgeräten ist nicht praxisnah. Meistens sind (wie in Punkt 2.1 beschrieben) Server beim Sitzungsaufbau beteiligt. Der Typ des Proxy-Servers ist dabei am meisten verbreitet. Beim Verbindungsaufbau über ein öffentliches Netz sind meist ein oder mehrere Proxy-Server beteiligt.

 

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Das obere Bild zeigt den typischen Ablaufplan bei einem SIP Verbindungsaufbau mit Hilfe eines Proxy-Servers. Um die Darstellung einfach zu halten, wird nur ein Proxy-Server zwischen den Endgerätem gezeigt. In der Praxis hat man aber häufig eine Kette von Proxy-Servern. In diesem Beispiel kann der Proxy-Server auch die Aufgabe des ‚Location-Servers’ übernehmen.

Wenn der Proxy-Server die Meldung ‚Invite’ erhält, kontaktiert er den ‚Location Server’, um die IP-Adresse des angerufenen Engerätes (UA 2) zu ermitteln. Ferner meldet er an das rufende Endgeräte (UA 1) die Meldung ‚100/Trying’. Dann sendet der Proxy-Server an UA 2 eine modifizierte ‚Invite’ Meldung. Die ‚180/Ringing’ Meldung vom angerufen Endgerät UA 2 schickt der Proxy-Server weiter an UA 1. Das gleiche passiert mit der ‚200/OK’ Meldung. Die ‚ACK’ Meldung kann dann direkt von UA 1 zu UA 2 gesendet werden, da das rufende Endgerät die IP-Adresse des angerufenen Endgerätes jetzt kennt.

Anmerkung.

Aus der Sicht der Endgeräte unterscheidet sich der Ablaufplan nicht von dem in Punkt 2.2.2 geschilderten. Die beteiligten (Proxy)-Server sind vollständig tranparent für die Endgeräte.

 

3. Konfigurationsschritte beim Codec_Name_arial12fett_001
 

3.1 Einstellungen der Codier Parameter

Die Einstelllung erfolgt über den Menüpunkt Einstellungen/Codierung:

Schnittstelle: IP/RTP
Enkoder Abhängigkeit: Remote
Enkoder Algorithmus: Algorithmus, der vom Gegenstellengerät unterstützt wird
Dekoder Abhängigkeit: Remote

 

3.2 Verbindungsaufbau

Anklicken des Feldes CONNECT der runden Steuerkonsole, um den Verbindungs-Dialog zu öffnen:

IP-Schnittstelle auswählen
SIP auswählen
Eingabe der SIP Adresse bei #1
Anklicken der OK-Taste zum Aufbau der Verbindung

 

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4. Empfehlenswerte Einstellungen für verschiedene SIP Provider

4.1 T-Online

Registrar: tel.t-online.de
Stun Server: stun.t-online.de
Paketgröße: 156 Bytes (Einstellung über den Menüpunkt Einstellungen/Netzwerk)