Andere Einstellungen

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In diesem Dialog können Einstellungen vorgenommen werden, die normalerweise selten geändert werden müssen. Nichtsdestoweniger können Fehlkonfigurationen bei diesem Menüpunkt dazu führen, dass der Codec_Name_arial12_001 nicht mehr einwandfrei arbeitet.

 

Dialog ‘Andere Parameter’:

 

Andere002

 

G.711 Einstellung

Digitale Telefonie wird in Europa und in Nordamerika unterschiedlich kodiert. Daher erlaubt der Codec_Name_arial12_001 hier zwei Einstellmöglichkeiten:

A-law (Europa; nicht lineare PCM-Codierung mit 13 Segmenten)
µ-law (USA und Japan; nicht lineare PCM-Codierung mit 15 Segmenten)

Anmerkung:

Eine falsche Konfiguration der G.711-Einstellung verursacht starke Audioverzerrungen bei digitaler Telefonie.

 

G.711 Dämpfung

Durch Übermodulation können bei G7.11 Verbindungen (d.h. bei normalen Telefonverbindungen) Verzerrungen wegen zu hoher Pegel auftreten. Daher kann die G.711 Dämpfung auf folgende Werte eingestellt werden:

0 dB (keine Dämpfung)
6 dB
12 dB

 

G.722 SRT Interval

Hier wird das G.722 Interval in Sekunden gesetzt.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten, einen G.722 Datenstrom zu synchronisieren. Synchronisation bedeutet hier, den Anfang jedes G.722 Oktetts zu finden.

Die zwei Arten der G.722 Synchronisation sind:

G.722 mit H.221 Inband Signalisierung
Hierbei wird ein kleiner Teil des Datenstroms (1,6 kbit/s von 64 kbit/s) zur Übertragung der Synchronisations-Information verwendet.
G.722/H.221 ist die von der EBU empfohlene G.722 Synchronisationsmethode.
G.722 SRT (englisch für Statistical Recovery Timing)
Hierbei wird die Synchronisation durch Auswertung der statistischen Signale erhalten. Deshalb ist es nicht sinnvoll, zu versuchen, mit einem Sinuston G.722 SRT Synchronisation zu erhalten.

 

Der Codec_Name_arial12_001 kann dank Flashcast-Technologie G.722/H.221 anhand der Inbandsignalisierung automatisch erkennen.

G.722 SRT besitzt leider keine solche Inbandsignalisierung und kann deswegen von der Flashcast-Technologie nicht ausgewertet werden. Damit der Codec_Name_arial12_001 sich dennoch auf Gegenstellencodecs mit G.722 SRT synchonisieren kann, wird bei jedem Verbindungsaufbau ein Countdown gestartet. Wenn dieser Countdown abgelaufen ist und immer noch keine synchronisierte Verbindung besteht, wird automatisch auf G.722 SRT umgeschaltet. Die Länge dieses Countdowns wird hier in Sekunden eingestellt.

Dieser Wert sollte nicht zu gering gesetzt werden, um nicht die Synchronisation mit anderen Codecs zu gefährden, aber auch nicht zu hoch, um nicht zu lange auf Synchronisation mit G.722 SRT Codecs warten zu müssen. Ein guter Kompromiss sind 30 Sekunden. Dies ist auch der Wert des Auslieferungszustandes.

Anmerkung:
Es ist auch möglich, Werte einzutippen, die nicht gelistet sind. Der maximal hier zulässige Wert beträgt 9.999 Sekunden.

 

Auflegen Interval

Hier wird der Wert des Auflegen-Intervals in Sekunden gesetzt.

Dieses Interval gibt an, wie lange eine Verbindung ohne Synchronisation bleiben darf, bevor sie beendet wird. Dieser Wert sollte auf jeden Fall höher als das G.722 SRT Interval gesetzt werden. Der Wert im Auslieferungszustand beträgt 45 Sekunden.

Anmerkung:
Es ist auch möglich, Werte einzutippen, die nicht gelistet sind. Der maximal hier zulässige Wert beträgt 9.999 Sekunden.

 

ISDN Telegrammstart

Hier wird der Wert des ISDN Telegrammstart Timers in Millisekunden gesetzt. Die genaue Bedeutung hängt von der Versionsnummer der System Software ab.

System Software Version < 2.1.0.2:

Es wird bestimmt, wieviele Millisekunden nach dem ISDN-Verbindungsaufbau des 1. B-Kanals der angerufene Codec_Name_arial12_001 seine Telegramme rausschickt.

Wenn bei ISDN-Verbindungen mit mehreren B-Kanälen Synchronisationsprobleme auftreten, kann versucht werden, diesen Wert zu erhöhen. In der Regel sollte aber der Wert im Auslieferungszustand (=3.000 ms) ausreichen.

System Software Version >= 2.1.0.2:

Nachdem der 1. B-Kanal aufgebaut worden ist, startet der angerufene Codec_Name_arial12_001 seinen ‚ISDN Telgrammstart’ Timer. Während des Runterzählens dieses Timers schickt der angerufene Codec_Name_arial12_001 10-mal seine Telegramme raus. Der Wert im Auslieferungszustand und der gleichzeitig empfohlene Minimalwert ist 5.000 ms.

Anmerkung:
Es ist auch möglich, Werte einzutippen, die nicht gelistet sind. Der maximal hier zulässige Wert beträgt 30.000 Milli-Sekunden.

 

ISDN Schicht 1 aktiv

Hier wird festgelegt, ob die ISDN Schicht 1 immer aktiv bleiben soll (‚on’) oder nicht (‚off’). In den Niederlanden sollte dieser Wert auf ‚on’ stehen.

 

Einwahlschutz

Hier kann der Einwahlschutz aktiviert werden für:

ISDN
IP
ISDN und IP

Ist der Einwahlschutz aktiviert, können sich nur ISDN Nummern bzw. IP-Adressen bzw. ISDN-Nummern und IP-Adressen in das Codec_Name_arial12_001 einwählen, wenn sie im Telefonbuch gespeichert sind.

 

Rufannahme

Hier wird bestimmt, wie externe Verbindungsanfragen behandelt werden.

auto:
Akzeptiert alle Verbindungsanfragen automatisch, die durch den Einwahlschutz erlaubt sind.
manual:
Akzeptiert alle Verbindungsanfragen manuell d.h. die Rufannahme muss bestätigt.werden
dbpos:
Akzeptiert alle Verbindungsanfragen manuell, die durch den Einwahlschutz erlaubt sind
dbneg
Akzeptiert alle Verbindungsanfragen manuell, die nicht durch den Einwahlschutz erlaubt sind. Alle anderen Verbindungsanfragen werden automatisch angenommen.

 

Dual Modus bei B-Kanal

Der Codec_Name_arial12_001 kann bei ISDN wie zwei Mono-Codecs verwendet werden, aber mit folgenden Beschränkungen:

maximale Abtastrate:        32 kHz
Betriebsmodus:                mono
maximale Bitrate :        64 kbit/s (ausser bei MPEG L2)

Hier wird bestimmt, ab welchem B-Kanal das zweite Subcodec (Untermodul) beginnen soll d.h. welche B-Kanäle sind dem ersten Codec zugewiesen und welche dem zweiten.

Beispiel:

‚Dual Modus bei B-Kanal = 2’ bedeutet, dass der 1. B-Kanal dem 1.Codec und alle anderen B-Kanäle dem 2.Codec zugewiesen sind.

Ist der ‚Dual Modus bei B-Kanal = 0’, dann ist der Dual Modus deaktiviert.

Anmerkung:

Der Dual Modus kann nur gesetzt werden, wenn die Datenschnittstelle bei beiden Untermodulen (Subcodecs) auf ISDN steht. Ist dies nicht der Fall, lässt sich abhängig von der System Software Version entweder der Dual Modus nicht setzen oder er funktioniert nicht einwandfrei.

 

Untermodul

Da jeder Codec_Name_arial12_001 bei gewissen Anwendungen (z.B. Dual-Modus, Backup, Gateway) mehrere interne Codecs verwenden kann, aber nur eine Bedienoberfläche existiert, muss der Codec_Name_arial12_001-Benutzer entscheiden, für welches Untermodul alle Eingaben und Anzeigen gelten.

Das gewählte Untermodul wird bei aktivierten Dual-, Gateway- oder Backup-Modus bzw. bei einem CENTAURI 400x im Hauptfenster angezeigt.

Das Untermodul kann auch im Hauptfenster mit Hilfe einer Tastenkombination gesetzt werden. Mehr Informationen zum Thema Tastenkombinationen finden sich im Hilfekapitel Bedienelemente der Codec_Name_arial12gruen_001 Fernbedienung/Runde Steuerkonsole, Funktionstasten und Tastenkombinationen/Tastenkombinationen.

 

Mehrpunkt Rückgabekanal

Hier wird der Mehrpunkt-Rückgabekanal gesetzt. Mehrpunkt-Übertragung (englisch Point to Multi Point = PMP) bedeutet, dass ein Codec_Name_arial12_001 sein Audiosignal per ISDN zu mehreren Codecs gleichzeitig übertragen kann, aber im Gegensatz zum Dual-Modus nur das Signal einer Gegenstelle dekodiert. Ist der Mehrpunkt-Rückgabekanal auf 0 gesetzt, dann ist die Mehrpunktübertragungsfunktionalität deaktiviert.

Mehrpunktübertragung funktioniert mit folgenden Gegenstellencodecs.:

CENTAURI
CENTAURI II
MERK II
Worldnet Tokyo
Millennium 2
CDQPrima
CDQ2000/2001

Falls der Mehrpunkt-Rückgabekanal nicht auf 0 gesetzt ist, wird er im Hauptfenster angezeigt.

Die Anzahl der möglichen Rückgabekanäle wird wie folgt berechnet::

Anzahl der Rückgabekanäle = (Anzahl der B-Kanäle*64kbit/s) /Enkoder Bitrate

Anmerkung:

Wenn der zu steuernde Mayah Codec die System Software Version 2.0.0.57 oder höher besitzt, können auch negative Werte für den Rückgabekanal ausgewählt werden. Ein negativer Rückgabekanal bedeutet, dass kein Audio beim zentralen Mayah Codec mehr dekodiert wird.

 

UDP Broadcast Modus

Hier kann der UDP Broadcast Modus mit ‚on’ aktiviert werden. UDP Broadcast Modus bedeutet, dass alle UDP Audio-Datagramme an die UDP Broadcast Adresse 255.255.255.255 geschickt werden und der UDP Broadcast-Empfang aktiviert ist.

 

Backup

Hier kann die Backup Funktionalität des Codec_Name_arial12_001 konfiguriert werden, vorausgesetzt dieses Merkmal wurde freigeschaltet (siehe Menüpunkt Experte/Freischaltcode eingeben). Backup bedeutet, dass der Codec_Name_arial12_001 bei Verlust des Framings automatisch auf eine Ersatzverbindung umschaltet. Zwei Backup Parameter können konfiguriert werden:

Backup Zeit
In der Liste kann die Backup Zeit in ms gewählt werden. Backup Zeit ist das Interval, das ein Backup Ereignis (= Verlust des Framings) mindestens dauern muss, damit die Backup Verbindung aufgebaut wird. Der Punkt ‚off’ deaktiviert die Backup Funktionalität.
Anmerkung:
Es ist auch möglich, Werte einzutippen, die nicht gelistet sind. Der maximal hier zulässige Wert beträgt 30.000 Milli-Sekunden.
Backup Verbindung
Im rechten Eingabefeld kann die Backup Verbindung ausgewählt werden. Wenn dieses Feld leer ist, wird die letzte Verbindung genommen. Ferner kann ein Telefonbucheintrag gewählt werden durch:
Eingabe der Nummer des Telefonbucheintrags
oder
Öffnen des Telefonbuchs durch Maus-Doppelklick

Anmerkung:

Eine allgemeine Beschreibung der Backupfunktionalität des CODEC_NAME_ARIAL12_001 findet man im Kapitel Diverse Punkte/Backup.

 

Gateway

Hier kann die Gateway Funktionalität des Codec_Name_arial12_001 eingestellt werden, vorausgesetzt dieses Merkmal wurde freigeschaltet (siehe Menüpunkt Experte/Freischaltcode eingeben). Gateway Funktionalität bedeutet, dass der Codec_Name_arial12_001, Audio, das über eine Schnittstelle empfangen wurde, auf eine andere Schnittstelle umleiten kann (z.B. ein über ISDN empfangener MPEGL2-Datenstrom kann als MPEGL3-Datenstrom über IP rausgesendet werden). Die folgenden Einstellungen können gewählt werden:

off:                Gateway Funktionalität ist ausgeschaltet
last:                Umrouten auf die letzte aufgebaute Verbindung
phonebook:        Umrouten auf einen Telefonbucheintrag

Anmerkung:

Ein Telefonbucheintrag kann im rechten Eingabefeld folgendermassen ausgewählt werden:

Eingabe der Nummer des Telefonbucheintrags
oder
Öffnen des Telefonbuchs durch Maus-Doppelklick

Anmerkung 2:

Eine allgemeine Beschreibung der Gatewayfunktionalität des CODEC_NAME_ARIAL12_001 findet man im Kapitel Diverse Punkte/Gateway.